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Rhein-Sieg-Anzeiger, Christine Siefer, 30.03.11
 
Merkel und die Hirnschmelze
Der Kabarettist H. G. Butzko sezierte bei seinem Auftritt im Kulturverein scharfz√ľngig die aktuelle Lage der Politik, deren aktuelle Devise ‚Äěerst handeln und dann denken‚Äú zu sein scheine.
 
HG Butzko - Merkel und die Hirnschmelze
L√§ssiges Alter Ego: H. G. Butzko in der Rolle als ‚ÄěChris‚Äú (Bild: Siefer)
Windeck - L√§ssig steht Hans-G√ľnther Butzko auf der B√ľhne im Herchener ‚ÄěHaus des Gastes‚Äú, eine Hand in der Hosentasche, mit der anderen gestikulierend - doch sein Vortrag ist alles andere als leichte Kost. Mit Sprachwitz und Ironie durchleuchtet er politische und gesellschaftliche Themen, um sie im schnellen Zwiegespr√§ch oder als wahnwitzige Analyse dem Publikum um die Ohren zu hauen. Die Zuschauer k√∂nnen dem nicht immer folgen, was aber durchaus gewollt ist: ‚ÄěWer mein Programm heute nicht ganz verstanden hat, kommt einfach beim n√§chsten Mal wieder‚Äú, sagt Butzko.

Der Matinee-Verein w√ľrde sich √ľber einen erneuten Auftritt ebenfalls freuen: H. G. Butzko hat dem Kulturverein zum vierten Mal ein volles Haus beschert. So erfahren 160 Zuh√∂rer in Butzkos neuem Programm ‚ÄěVerjubelt‚Äú, warum es besser ist, sich zu fr√ľh zu freuen als zuletzt zu lachen: Der Moralapostel lacht zuletzt, hatte jedoch vorher keinen Spa√ü. Die Politik verfolge diesen Weg des voreiligen Freuens konsequent, veranschaulicht Butzko an der Absurdit√§t der Atomdebatte. Ganz nach der Devise ‚Äěerst handeln und dann denken‚Äú verlaufe die Wahlkampfstrategie der Bundesregierung, neuerdings indes mit Wellness-Charakter: Einfach eine Runde abschalten! ‚ÄěDaran sehen wir, dass auch Frau Merkel inzwischen ein abgebranntes Element ist. Die Hirnschmelze hat bereits eingesetzt.‚Äú

Nicht ganz gegl√ľckt

Mit solchen Thesen ist Butzko j√ľngst auch vor Atomenergie-Gegnern bei einer Gro√üdemo in K√∂ln aufgetreten, das Herchener Publikum ist ebenso begeistert. Wenige Minuten sp√§ter ist Butzko schon mitten in seinem Hauptthema ‚ÄěFinanz-, Wirtschafts- und W√§hrungskrise‚Äú - ein √úbergang, der nicht ganz gl√ľckt. Daf√ľr kann Butzko nun gekonnt mit messerscharfen Vergleichen das zum Scheitern verurteilte Finanzsystem darstellen. ‚ÄěDas System ist wie eine Pokerrunde, bei der sich ein Mitspieler Geld f√ľr seinen Einsatz bei einem anderen Zocker leiht und als Sicherheit die noch nicht zur√ľckgezahlten Schulden eines anderen nennt.‚Äú Dummerweise w√ľrden das die anderen Mitspieler auch machen.

Der Geldfluss sei eine Endlosschleife von Krediten, erkl√§rt Butzko. Das neue Wirtschaftswunder bedeute f√ľr ihn, dass er sich √ľber diese Wirtschaft wundere. ‚ÄěDamit trifft er die Lage auf den Punkt‚Äú, stimmt Matinee-Stammgast Doris Sabowsky (52) zu. ‚ÄěDie K√ľnstler probieren sich in der intimen Atmosph√§re gerne aus, das ist besser als in einer gro√üen Veranstaltungshalle.‚Äú

Solche Freiheit zeigt Butzko mit der Verwandlung in Chris. Dieser unterscheidet sich von Butzko durch eine wirre Frisur und primitives Hinterfragen: Die Kalauer bringen einige Lacher und wirken auflockernd, reichen jedoch nicht ann√§hernd an Butzkos intelligente Ausf√ľhrungen heran. Positiv ist der direkte Kontakt zum Publikum. Den sch√§tzt auch Butzko. ‚ÄěDas ist die urspr√ľngliche Form des Kabaretts. Der K√ľnstler, der nicht mehr vor kleinen Gruppen auftritt, verr√§t den Sinn des Kabaretts.‚Äú

 
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am Samstag,
12.01.2019,
Beginn: 20:00 Uhr


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